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  • Julian Kuder

Wie werden CBD Extrakte hergestellt?

Aktualisiert: 20. Dez. 2021

Wie werden eigentlich CBD-Extrakte hergestellt? Dies erfährst du hier in unserem Blogbeitrag.


Damit aus der Cannabispflanze überhaupt CBD Produkte wie CBD Öle hergestellt werden können, ist es notwendig, das CBD daraus zu extrahieren. Es gibt unterschiedliche Extraktionsverfahren, die dafür eingesetzt werden können. Die meisten Cannabinoide liegen als Säure vor im falle von CBD als CBDA (Cannabidiol-Carboxylsäure). Der inaktive passive Inhaltsstoff CBDA wird durch die sogenannte Decarboxylierung in aktives CBD umgewandelt. Um das zu erreichen, wird das Pflanzenmaterial vor dem extrahieren erhitzt oder mit UV behandelt. Durch diese Behandlung wird ein Kohlenstoffdioxid-Molekül abgespalten und es entsteht aktives CBD.


Nachdem dies erfolgt ist, kann das Material extrahiert werden. Die gängigsten Verfahren für die CBD Extrakt Herstellung haben wir dir nachfolgend aufgeführt.


Extraktion mit überkritischem Kohlenstoffdioxid (CO2-Extraktion):


Bei diesem Verfahren wird Kohlenstoffdioxid verwendet, um Bestandteile wie Cannabinoide, Terpene oder Flavonoide aus der Hanfpflanze zu lösen. Die Co2-Extraktion unterscheidet man in zwei Kategorien:


  • Überkritische CO2-Extraktion

  • Unterkritische CO2-Extraktion

Während der CO2-Extraktion verhält sich das Kohlenstoffdioxid ähnlich wie ein Lösungsmittel, allerdings ohne die Gesundheitsgefahren und Risiken. Für die Herstellung von CBD Extrakten ist die CO2-Extraktion ein sehr beliebtes Verfahren. Allerdings zählt dieses Verfahren auch zu den teuersten und aufwendigsten Verfahren die ein hohes maß an Erfahrung und Fachwissen benötigen. Um das höchste maß an Konzentrationen in den Extrakten zu erreichen wird das Überkritische Verfahren angewandt. Bei dieser Variante wird das Kohlenstoffdioxid in einen Überkritischen Zustand versetzt, dies führt dazu das dass Co2 einen Aggregatszustand aus Gas und Flüssigkeit annimmt. Von der Dichte her ähnelt es einer Flüssigkeit, von der Konsistenz her einem Gas. In diesem Aggregatzustand befindet sich das Kohlenstoffdioxid dann über dem sogenannten kritischen Punkt. Um diesen Aggregatzustand zu erreichen, ist es notwendig, bestimmte Druck- und Temperaturverhältnisse herzustellen. Die Temperatur muss über 30,980 °C und der Druck bei über 73,75 bar liegen.

Die Überkritische CO2-Extraktion verspricht gegenüber den meisten Verfahren den größten Ertrag. Sie ermöglicht auch die Extraktion von weiteren Pflanzenstoffe wie beispielsweise Chlorophyll, Fettsäuren, Carotinoide und Pflanzenwachse.

Die überkritische CO2-Extraktion wird in drei Schritten durchgeführt. Im ersten Schritt werden die Pflanzen erhitzt, die Temperaturen liegen zwischen 100 und 150 °C. Die Pflanzenteile werden zerkleinert und Decarboxyliert. Dies ist der Schritt, in dem CBDA in CBD umgewandelt wird. Im zweiten Schritt wird gekühltes, flüssiges Kohlenstoffdioxid komprimiert. Dieses Kohlenstoffdioxid wird dann in einen speziellen Extraktor geleitet, in dem sich das Pflanzenmaterial befindet. m abschließenden Schritt gelangen die nun bereits extrahierten Inhaltsstoffe in einen sogenannten Separator, der mithilfe von Druck und Temperatur die Substanzen trennt. Dieses Extraktionsverfahren ist wirklich sehr aufwendig. Die Überkritische CO2-Extraktion bietet den großen Vorteil, da sie ein absolut reines Endprodukt erzeugt und frei von Lösungsmittelresten ist.


Extraktion durch Lösungsmittel:


Lösungsmittel sind für die CBD Extraktion sehr gut geeignet und werden Häufig angewandt. Dafür können unterschiedliche Lösungsmittel zum Einsatz kommen, so wie beispielsweise Hexan, Butan, Alkohol, Isopropanol oder Ethanol. Eines ist all diesen Lösungsmitteln gemeinsam, sie sind sehr leicht entzündlich. Das bedeutet, dass der Umgang mit diesen sehr Gefährlich ist. Wird dieses Verfahren industriell genutzt, erfolgt die Extraktion in geschlossenen Systemen. Bei der CBD Extraktion wird häufig Ethanol verwendet. Durch das Lösungsmittel werden nicht nur die Cannabinoide aus der Pflanze gelöst, sondern auch das Chlorophyll. Dies sorgt für einen bitteren Geschmack im Extrakt. Das Herausfiltern des Chlorophylls ist zwar möglich, reduziert aber auch die CBD Konzentration im Extrakt.


Extraktion mit Öl:


Die Extraktion mit Ölen ist eine sehr günstige und zudem einfache Methode, um CBD und weitere Cannabinoide zu extrahieren. Allerdings ist die Ausbeute an Cannabinoiden nicht sehr groß, und das gewonnene Öl ist zudem schnell verderblich. Diese Methode ist für den Privaten gebrauch gut nutzbar, für den professionellen Bereich aber nur bedingt geeignet. Die Pflanzenteile werden bei dieser Methode in für den Verzehr vorgesehenem Pflanzenöl gelöst. Dafür wird das Pflanzenmaterial mit dem Pflanzenöl bedeckt und anschließend sanft erhitzt. Cannabinoide sind fettlöslich (lipophil), darum ist es möglich, dass sich alle Bestandteile unter anderem auch Stoffe wie Chlorophyll sich in diesem Öl lösen lassen. Gängige Öle für das Verfahren wären z.B. Hanfsamenöl, MCT-Kokosöl oder auch Olivenöl.


Du möchtest noch mehr über Extraktionsverfahren erfahren? Dann klicke hier und erfahre alles über weitere Extraktionsverfahren im Cannabisbereich.











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